In der Wissenschaft werden die Ursachen des Klimawandels seit Jahrzehnten untersucht. Mit der Veröffentlichung zahlreicher Forschungsergebnisse ist die wissenschaftliche Gemeinschaft allmählich zu einem Konsens gelangt: Seit der industriellen Revolution haben die Aktivitäten des Menschen zweifellos einen erheblichen Einfluss auf die Erwärmung der Atmosphäre, der Ozeane und des Landes. Dieser Konsens wird von etwa 200 wissenschaftlichen Organisationen weltweit unterstützt. Der wissenschaftliche Hintergrund für den Klimawandel ist heute der Treibhauseffekt. Treibhausgase lassen das Sonnenlicht in die Atmosphäre eindringen und erwärmen so die Erde. Gleichzeitig fangen sie aber auch einen Teil der Wärme ein, die von der Erdoberfläche abgestrahlt wird.
Seit der industriellen Revolution wurden große Mengen an Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan in die Atmosphäre freigesetzt. Natürliche Phänomene wie Vulkanausbrüche und Veränderungen der Sonneneinstrahlung beeinflussen das Klima ebenfalls, doch die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum aktuellen Klimawandel deuten nachdrücklich darauf hin, dass der Mensch der Haupttreiber ist.
Im Klimasystem können erhöhte Konzentrationen einiger Treibhausgase die Strahlungswirkung der Erde erheblich beeinflussen und so zur globalen Erwärmung führen.
Der starke Anstieg der Treibhausgase ist nicht nur auf die Verbrennung fossiler Energieträger zurückzuführen, sondern auch auf veränderte Landnutzung und andere Emissionen wie Lachgas. Der Zusammenhang zwischen der Konzentration dieser Gase und der Klimaerwärmung ist logarithmisch, wobei jede zusätzliche Zugabe von Treibhausgasen mit zunehmender Konzentration einen etwas geringeren Erwärmungseffekt verursacht. Allerdings blieben die Kohlendioxidkonzentrationen in den letzten Jahren hoch, sodass ihr Erwärmungseffekt noch immer recht stark ist.
Im Rahmen des Treibhauseffekts verändern sich mit steigenden Konzentrationen auch die Wasserdampfkonzentrationen und das Reflexionsvermögen der Erde (Albedo), was die Auswirkungen des Klimawandels weiter verschärft.
Je mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt wird, desto geringer wird der Anteil der Kohlenstoffsenken, die es absorbieren. Der Erwärmungseffekt der Treibhausgase wird durch den Rückkopplungsmechanismus des raschen Klimawandels verstärkt. Dieses Phänomen führt dazu, dass die Erwärmung, die durch jede vom Menschen ausgestoßene Einheit Kohlendioxid verursacht wird, bedeutender ist als zuvor. Ein Teil der Erwärmungswirkung des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids wurde lange Zeit durch den Ausstoß von Schwefeloxiden überdeckt, die Aerosole bilden und eine kühlende Wirkung haben. Doch während die Welt gegen sauren Regen und Luftverschmutzung kämpft, lässt dieser Maskierungseffekt allmählich nach.
Externe Zwangsfaktoren sind äußere Einflüsse auf das Klimasystem. Hierzu zählen Naturphänomene wie Vulkanausbrüche und Veränderungen der Sonneneinstrahlung, während vom Menschen verursachte Einflüsse vor allem auf Veränderungen in der Zusammensetzung der Erdatmosphäre zurückzuführen sind. Der Strahlungsantrieb ist ein Maß dafür, wie sich diese Faktoren auf den Energiehaushalt der Erde auswirken. Eine positive Strahlungsantriebskraft führt zu einer Erwärmung der Erdoberfläche, die wiederum die Entwicklung des Klimasystems beeinflusst.
Klimarückkopplungen können die Reaktion des Klimas auf externe Einflüsse verstärken oder abschwächen und stehen oft im Mittelpunkt der Funktionsweise des Klimasystems.
Wissenschaftler haben eine Reihe von Klima-Rückkopplungsmechanismen identifiziert. Die wichtigsten davon sind die Wasserdampf-Rückkopplung und die Eis-Reflexions-Rückkopplung (Albedo). Wenn sich die Luft erwärmt, enthält sie auch mehr Wasserdampf, ein starkes Treibhausgas, das den Erwärmungsprozess zusätzlich anheizt.
Seit der industriellen Revolution ist der Anstieg der CO2-Konzentration vor allem auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe und Änderungen in der Landnutzung zurückzuführen. Dem Bericht zufolge waren die Konzentrationen von Kohlendioxid und Methan bis 2019 um etwa 48 % bzw. 160 % gestiegen. Diese Temperaturerhöhungen führen nicht nur zu einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen, sondern lösen auch eine Reihe von Kettenreaktionen aus, die den Klimawandel noch weiter beschleunigen.
Die menschengemachte Erwärmung der Lufttemperatur an der Erdoberfläche wird zwischen 2010 und 2019 im Vergleich zur Veränderung zwischen 1850 und 1900 auf 0,8 °C bis 1,3 °C geschätzt.
Darüber hinaus verändern sich auch die Kohlenstoffsenkensysteme in Wasser und Land. Die Absorptionsrate von Kohlendioxid durch Wälder und gesunde Ökosysteme hat sich in der Vergangenheit verlangsamt, was ebenfalls zur ungünstigen Situation der globalen Erwärmung beiträgt. Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf natürliche Ökosysteme sind deutlich spürbar, insbesondere in Bezug auf Wettermuster und Biome.
Kurz gesagt: Das Wirken von Klima-Rückkopplungsmechanismen verkompliziert das Problem der globalen Erwärmung, und wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sind dringend erforderlich. Wir stehen nicht nur vor einem Klimaproblem, sondern vor einer globalen Herausforderung, die alles Leben betrifft. Überlegen Sie, welche konkreten Maßnahmen wir als Einzelne ergreifen können, um diesen negativen Trend zu verlangsamen.