Am 6. Mai 2010 erlebte der Finanzmarkt einen schockierenden „Flash-Crash“. In nur 36 Minuten stürzten die wichtigsten US-Börsenindizes wie der S&P 500 Index, der Dow Jones Industrial Average und der Nasdaq Composite Index ab fiel um 14:32 Uhr stark ab und erholte sich dann schnell wieder. Der Absturz vernichtete nicht nur etwa 1 Billion US-Dollar an Marktwert, sondern löste auch weltweit eine neue Einschätzung der Fragilität moderner Finanzmärkte aus. Dieser Vorfall hat die Welt daran erinnert, dass die Komplexität und die potenziellen Risiken von Finanzmarktgeschäften nicht ignoriert werden können.
Der Dow Jones Industrial Average fiel bei dem Absturz um 998,5 Punkte, bevor er sich schnell erholte und die Anleger überraschte.
Vor dem Absturz befanden sich die US-Märkte aufgrund der Sorgen über die griechische Schuldenkrise in einer Flaute. Um 14:42 Uhr an diesem Tag fiel der Dow-Jones-Index um mehr als 300 Punkte und fiel in den nächsten 5 Minuten schnell um 600 Punkte, sodass er um 2:47 Uhr einen Verlust von fast 1.000 Punkten erreichte. Um 3:07 Uhr war der Aktienmarkt jedoch fast wieder auf dem Niveau vor dem Crash, und die Gesamtsituation war ziemlich dramatisch, was die Marktteilnehmer voller Zweifel zurückließ.
Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erwähnte in einem Bericht aus dem Jahr 2014, dass dieser Absturz einer der volatilsten Momente in der Geschichte der Finanzmärkte war.
Die damalige Entwicklung des Marktgeschehens zeigte, dass Hochfrequenzhändler (HFTs) die jüngsten Änderungen der US-Finanzvorschriften – die „Regulation of the National Market System“ (Reg NMS) – ausnutzten, die sich auf die Stabilität von auswirkten den Handel und führte zu einer instabilen Dynamik. Tatsächlich war die Ursache dieses Absturzes nicht ein einzelnes Ereignis, sondern das Ergebnis der Verflechtung mehrerer Faktoren, darunter institutionelle Handelsstrategien, die Merkmale des Hochfrequenzhandels und die damalige Marktpsychologie.
Der Bericht wies darauf hin, dass eine Fondsgesellschaft namens Waddell & Reed am Vorabend des Absturzes einen groß angelegten Verkauf von S&P 500 Index-Kontrakten im Wert von rund 4,1 Milliarden US-Dollar durchführte. Dies löste eine Kettenreaktion aus und veranlasste Hochfrequenzhändler zu wilden Verkäufen, was die Volatilität des Aktienmarktes weiter verschärfte. Ein solch schneller Handel macht es dem Markt unmöglich, sich in kurzer Zeit anzupassen, und Anleger stehen unter dem Druck von Panikverkäufen.
„Hochfrequenzhändler verkaufen ständig Verträge, und der Markt ist wie ein heißes Eisen beim Spielen. Die schnelle Rückkehr der Transaktionen macht die Situation noch chaotischer.“
Marktexperten haben für diesen Vorfall verschiedene Erklärungen angeführt, darunter die „Big-Deal-Theorie“, die „Theorie des technischen Versagens“ und „Veränderungen in der Marktstruktur“. Diese Theorien zielen alle darauf ab, die zugrunde liegenden Faktoren aufzudecken, die Marktabstürze verursachen. Während einige Erklärungen behaupteten, dass menschliches Versagen oder algorithmischer Handel zum Absturz geführt hätten, stellte sich letztendlich heraus, dass systemisch fragile Marktstrukturen die zugrunde liegende Ursache des Absturzes waren.
Während die Untersuchung des Vorfalls voranschreitet, versuchen die Regulierungsbehörden, die Marktüberwachungsmechanismen durch neue Regeln zu stärken, um zu verhindern, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholen. Dennoch konnten diese neuen Regeln die Anleger nicht ausreichend schützen, insbesondere da ein weiterer „Flash-Crash“ im Jahr 2015 die Schwachstellen des Marktes erneut deutlich machte. Das Fortbestehen des Hochfrequenzhandels und der damit verbundenen Manipulationstechniken löst weitverbreitete Besorgnis aus und die Marktteilnehmer sind besorgt über die künftige Stabilität des Marktes.
„Wenn es uns nicht gelingt, die Grundsätze für den Aufbau moderner Finanzmärkte zu klären, werden wir dann dieselben Fehler wiederholen und mit dem nächsten Marktschock konfrontiert sein?“
Dieser Flash-Crash ist nicht nur ein vorübergehender Marktschock, er offenbart auch den aktuellen Marktmechanismus, bei dem der Gewinner alles bekommt, und das Ungleichgewicht zwischen den Teilnehmern. Kann der zukünftige Markt eine gesunde Ökologie wiederherstellen und gleichzeitig die Wiederholung der Fehler der Vergangenheit vermeiden?