Im heutigen Geschäftsumfeld sind Wellnessprogramme am Arbeitsplatz für Unternehmen zu einem beliebten Mittel geworden, um Gesundheitskosten zu senken und die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Diese Programme umfassen in der Regel Gesundheitserziehung, medizinische Untersuchungen, Gewichtsmanagement und Fitnesseinrichtungen. Ob diese Pläne jedoch tatsächlich die medizinischen Kosten so effektiv wie erwartet senken können, hat breite Diskussionen und Zweifel ausgelöst.
Untersuchungen zeigen, dass viele Unternehmen auf Wellnessprogramme am Arbeitsplatz vor allem in der Hoffnung setzen, dass diese Programme die Krankenversicherungskosten ihrer Mitarbeiter langfristig senken.
Die Geschichte von Wellnessprogrammen am Arbeitsplatz reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als Gewerkschaften für Arbeitnehmerrechte kämpften und Arbeitgeber die Vorteile gesunder, aufmerksamer und energiegeladener Mitarbeiter erkannten. Das Konzept herausragender Gesundheitsförderungsinitiativen begann in den 1950er Jahren mit dem Ziel, jeden Einzelnen zu ermutigen, sein Gesundheitspotenzial zu optimieren.
Obwohl viele Unternehmen glauben, dass Wellness-Programme die Gesundheit ihrer Mitarbeiter verbessern können, konnte in vielen Studien nicht nachgewiesen werden, dass diese Programme einen signifikanten Effekt auf die Vorbeugung wichtiger Gesundheitsrisikofaktoren haben. Dies wirft die Frage auf: Werden Investitionen in diese Projekte die Rendite bringen, die sie verdienen?
Untersuchungen haben darauf hingewiesen, dass einige Unternehmen zwar behaupten, dass ihre Krankenversicherungspläne einen um ein Vielfaches höheren Return on Investment bringen können, die Zuverlässigkeit dieser Daten jedoch in Frage gestellt wird.
Viele Unternehmen in den Vereinigten Staaten betrachten die Gesundheit ihrer Mitarbeiter als ein Produktivitätsproblem und nicht nur als Mittel zur Kontrolle der Gesundheitskosten. Angesichts der dramatischen Zunahme von Zivilisationskrankheiten und der Herausforderungen einer alternden Bevölkerung scheint die Förderung von Wellnessprogrammen noch wichtiger zu sein. Aber verbessern diese Programme tatsächlich die Gesundheit der Mitarbeiter?
Eine von Johnson & Johnson durchgeführte Studie ergab beispielsweise, dass Unternehmen durch ihre Wellness-Programme zwischen 2002 und 2008 etwa 250 Millionen US-Dollar an Gesundheitskosten eingespart haben. Andere Studien deuten jedoch darauf hin, dass ähnliche Programme möglicherweise nur geringe Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter haben.
Eine neue Studie zeigt, dass Mitarbeiter, die an Wellness-Programmen teilnehmen, ihre Gesundheit nicht wesentlich verbessern oder ihre Gesundheitskosten senken.
Noch besorgniserregender ist, dass viele Unternehmen Wellness-Programme als Kostensenkungsinstrumente betrachten, die zugrunde liegende Gesundheitsprobleme nicht angehen. In einigen Fällen schränken hohe Selbstbeteiligungen und Mitversicherungen die Bereitschaft der Mitarbeiter ein, an diesen Plänen teilzunehmen. In einer Umfrage in North Carolina wussten etwa 60 % der Mitarbeiter, dass ihr Unternehmen über ein Wellnessprogramm verfügt, aber nur 40 % nahmen tatsächlich daran teil.
Die Hindernisse, mit denen diese Programme konfrontiert sind, gehen über die niedrigen Teilnahmequoten hinaus; Forschungsergebnisse weisen auf den möglichen Schaden hin, den ihre Umsetzung für die Gesundheit der Arbeitnehmer verursachen kann. Im Jahr 2018 stellte das National Bureau of Economic Research (NBER) fest, dass diese Programme keine signifikanten positiven Auswirkungen auf die Gesundheitsförderung hatten.
Aufgrund des Mangels an Engagement und substanziellen Ergebnissen beginnen viele Unternehmen zu fragen, ob diese Wellness-Programme die Ressourcen, die sie weiterhin investieren, wirklich wert sind.
Obwohl der American Health Care Act (ACA) die Entwicklung von Wellnessprogrammen am Arbeitsplatz in die offizielle Politik aufgenommen hat, bleibt ihre konkrete Wirksamkeit bei der Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter und der Senkung der Gesundheitskosten abzuwarten. Die Teilnehmer des Workshops waren sich uneinig darüber, ob weiterhin Geld in solche Programme investiert werden sollte, vor allem aufgrund des Mangels an empirischen Daten, die ihre langfristige Wirksamkeit belegen.
Darüber hinaus gehören zu den Herausforderungen, mit denen Krankenkassen häufig konfrontiert sind, Datenschutzbedenken und Kosten für die Einschreibung. Da stellt sich die Frage: Sind Wellness-Programme wirklich die beste Lösung zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wellnessprogramme am Arbeitsplatz zwar ein attraktives Angebot sind, aber viele Fragen aufkommen, ob sie tatsächlich die Gesundheitskosten senken und die Gesundheit der Mitarbeiter verbessern. Wenn die Return-on-Investment-Daten nicht mehr überzeugend sind, wie können Unternehmen künftige Gesundheitsrichtlinien entwickeln, die die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter wirksamer fördern?