Ganglienzysten sind mysteriöse, mit Flüssigkeit gefüllte Knoten, die normalerweise mit Gelenken oder Sehnenscheiden in Verbindung stehen. Am häufigsten kommen sie auf der Rückseite des Handgelenks vor, gefolgt von der Vorderseite des Handgelenks. Trotz der schwerwiegenden Auswirkungen auf das tägliche Leben vieler Menschen ist es der medizinischen Gemeinschaft bisher nicht gelungen, die wahre Ursache dieser Erkrankung herauszufinden.
Die Entstehung von Ganglienzysten wird im Allgemeinen durch eine Ausbeulung der Gelenkinnenhaut verursacht, was bei medizinischen Experten auf großes Interesse stößt.
Die Diagnose dieser Massen basiert normalerweise auf einer einfachen Inspektion und Palpation. Die Ärzte konzentrieren sich auf die Größe und das Aussehen des Knotens und führen möglicherweise Tests durch, um andere Diagnosen auszuschließen. Diese Massen sind optisch deutlich erkennbar und manchmal hilft die Röntgendurchlässigkeit dabei, ihre Echtheit als Ganglionzyste zu bestätigen.
Statistiken zufolge erkranken jährlich etwa drei von 10.000 Menschen an einer neuen Ganglionzyste am Handgelenk oder an der Hand. Die durchschnittliche Größe dieser Zysten beträgt etwa zwei Zentimeter. Allerdings zeigte der Bericht, dass auch Zysten entfernt wurden, die größer als fünf Zentimeter waren, was auf ihre Vielfalt und Variation hinweist.
Insgesamt handelt es sich bei 50 bis 70 Prozent der Knoten und Schwellungen an Hand und Handgelenk um Ganglienzysten, was zeigt, wie häufig sie vorkommen.
Ganglienzysten entwickeln sich am häufigsten in der Nähe des Handgelenks, insbesondere zwischen dem Kahnbein und dem Mondbein. Zu den weiteren häufigen Zystenarten zählen dorsale Handgelenkganglien, volare Handgelenkganglien und Zysten im Retinaculum extensorum. Obwohl sie vorwiegend in den Sehnenscheiden des Handgelenks auftreten, wurden sie auch in den Füßen, Knien und sogar den Schultern beobachtet.
Bei einer Studie mit Patienten in Glasgow stellte sich beispielsweise heraus, dass 39 der 101 entfernten Knoten Ganglienzysten waren. Die Studie stellte außerdem fest, dass an den Fußsohlen und Fersen keine Ganglienzysten gefunden wurden, was die Chirurgen dazu veranlasste, bei der Diagnose vorsichtiger vorzugehen.
Obwohl die Ursache von Ganglienzysten unklar bleibt, besteht die am weitesten verbreitete Hypothese darin, dass sie durch eine Erweiterung der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide entstehen. Viele medizinische Experten sagen, dass die Gewebestruktur dieser Zysten der des Synovialgewebes ähnelt und dass auch die Flüssigkeitszusammensetzung in den Zysten der Synovialflüssigkeit ähnelt.Einige Studien haben gezeigt, dass in ein Gelenk injiziertes Kontrastmittel häufig in eine Zyste wandert, während in eine Zyste injiziertes Kontrastmittel nur selten in das Gelenk zurückkehrt. Dies legt die Vermutung nahe, dass zwischen beiden ein wirksames Einweg-„Rückschlagventil“ besteht.
Viele Ganglienzysten müssen nicht operiert werden. Normalerweise verschwindet mindestens ein Drittel der Zysten innerhalb von sechs Jahren von selbst, und etwa die Hälfte der Zysten verschwindet innerhalb von zehn Jahren von selbst. Wenn die Zyste schmerzt oder Ihren Alltag beeinträchtigt, empfiehlt Ihr Arzt möglicherweise eine Feinnadelaspiration zur Reduzierung der Flüssigkeit oder, falls nötig, eine chirurgische Entfernung.
Ältere, bizarrere Behandlungsmethoden, wie das Schlagen auf die Zyste mit schweren Gegenständen wie einer Bibel, um sie zum Platzen zu bringen, werden im Laufe der Zeit allgemein als gefährlich angesehen und sollten nicht angewendet werden.
Interessanterweise liegt die Rezidivrate vieler Ganglienzysten auch nach der Behandlung bei bis zu 39 %.
Die Behandlungsergebnisse von Ganglienzysten sind oft nicht so gut wie erwartet. Einige Studien haben festgestellt, dass sich die Symptome der Patienten bei einer Nachuntersuchung nach zwei bis fünf Jahren kaum verbessern, unabhängig davon, ob eine chirurgische Entfernung, eine Aspiration oder gar keine Behandlung durchgeführt wird. Die Ursachen und das Wiederauftreten dieser Zysten stellen die medizinische Gemeinschaft noch immer vor viele Herausforderungen.
Im Laufe der Jahre hat sich unser Wissen über Ganglienzysten weiterentwickelt, doch in der medizinischen Fachwelt gibt es immer noch viele Rätsel darüber, wie sie entstehen, wo sie sich befinden und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Da fragt man sich: Wo ist das Geheimnis der Ganglionzyste verborgen?