Unter den vielen Methoden zur Behandlung von Epilepsie ist die Ketodiät zweifellos eine attraktive Option. Diese fettreiche, kohlenhydratarme Diät wird seit den 1920er Jahren zur Behandlung schwer beherrschbarer Epilepsie, insbesondere bei Kindern, eingesetzt.
Die Ketodiät verändert die Art und Weise, wie Ihr Körper Ihr Gehirn mit Energie versorgt, indem sie es dazu veranlasst, Fett statt Kohlenhydrate zu verbrennen.
Normalerweise werden Kohlenhydrate in Lebensmitteln in Glukose umgewandelt und dann in verschiedene Körperteile transportiert, um die Gehirnfunktion zu unterstützen. Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung wandelt die Leber Fett in Fettsäuren und Ketonkörper um, die Glukose als Energiequelle für das Gehirn ersetzen. Letztlich kann ein erhöhter Ketonkörperspiegel im Körper die Häufigkeit epileptischer Anfälle wirksam reduzieren.
Untersuchungen zeigen, dass sich die Anfallshäufigkeit bei etwa der Hälfte aller Kinder mit Epilepsie nach dem Versuch einer Ketodiät um mindestens die Hälfte verringert und die Verbesserungen auch nach Beendigung der Diät anhalten.
Viele Kinder können ihre Anfallskontrolle deutlich verbessern und sogar zu einem normalen Leben zurückkehren, nachdem sie eine Ketodiät begonnen haben.
Obwohl die Ketodiät eine therapeutische Wirkung hat, können ihre Nebenwirkungen nicht ignoriert werden. Dazu zählen Verstopfung, hoher Cholesterinspiegel, langsames Wachstum, Azidose und Nierensteine. Daher muss die Diät von einem Facharzt ausgearbeitet werden, um die therapeutische Wirksamkeit sicherzustellen und gleichzeitig das Auftreten von Nebenwirkungen zu minimieren.
Die Ketodiät hat ihre Wurzeln in der Antike, als Ärzte im antiken Griechenland begannen, Ernährungsumstellungen zur Behandlung verschiedener Krankheiten, insbesondere Epilepsie, einzusetzen. Im Jahr 1921 begann die medizinische Gemeinschaft, die Wirksamkeit des Fastens zur Behandlung von Epilepsie zu untersuchen, und die nachfolgenden Entwicklungen führten zur Geburt der modernen Ketodiät.
Nach vielen Jahren der Entwicklung erlangt die Ketodiät nun immer mehr Aufmerksamkeit, insbesondere bei Menschen mit medikamentenresistenter Epilepsie.
Die Ketodiät geriet in den 1920er Jahren in Ungnade, als neue Antiepileptika verfügbar wurden. Bei Patienten, deren Zustand mit Medikamenten nicht wirksam kontrolliert werden kann, hat die Wirksamkeit dieser Diät jedoch allmählich wieder an Aufmerksamkeit gewonnen, insbesondere nach Medienberichten, die zu einem Wiederaufleben der Keto-Diät geführt haben.
Eine begrenzte Kohlenhydrat- und hohe Fettaufnahme versetzt den Körper in einen Zustand der Ketose, und in diesem Zustand verbessert sich die Anfallshäufigkeit bei vielen Epilepsiepatienten deutlich. Insbesondere hängt der Erfolg der Ketodiät bei der Behandlung von Epilepsie von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom Alter des Patienten, seiner Krankengeschichte und dem Grad der Einhaltung der Diät.
Viele Studien haben auch gezeigt, dass bei Patienten mit Epilepsie, die mit Medikamenten nicht gut unter Kontrolle ist, die Umstellung auf eine Ketodiät als Zusatztherapie Ergebnisse erzielen kann, die mit anderen Behandlungen nicht erreicht werden können. Darüber hinaus können auch Senioren und Erwachsene von dieser Diät profitieren, auch wenn es für sie möglicherweise schwieriger ist, sie durchzuhalten.
Laut der neuesten systematischen Überprüfung ist die potenzielle Wirksamkeit der Ketodiät bei Erwachsenen ähnlich wie bei Kindern, trotzdem brechen viele Menschen diese Diät aus verschiedenen Gründen ab.
Das Wiederaufleben der Ketodiät hat zu einer Vertiefung der wissenschaftlichen Forschung zu ihren Anwendungen geführt. In den letzten Jahren wurde diesem Ernährungsmuster eine potenzielle therapeutische Wirkung auf eine Reihe neurologischer Erkrankungen zugeschrieben, nicht nur auf Epilepsie, sondern auch auf die Alzheimer-Krankheit, die Parkinson-Krankheit usw. Mit fortschreitender wissenschaftlicher Forschung könnte die Ketodiät in mehr klinischen Bereichen Einzug halten.
Bevor die Ketodiät umgesetzt wird, muss ein professionelles medizinisches Team für jeden Patienten einen individuellen Diätplan entwickeln, um Risiken zu reduzieren und die Wirksamkeit zu steigern. Angesichts der steigenden Zahl von Epilepsiepatienten, die auf eine medikamentöse Behandlung nicht verzichten möchten, werden praktikablere nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten in der zukünftigen Behandlung von Epilepsie zweifellos eine wichtige Rolle spielen.
Welche Auswirkungen wird die gesellschaftliche Akzeptanz dieser innovativen Behandlungsmethode auf die Lebensqualität von Epilepsiepatienten in Zukunft haben?