Jeanne d’Arc, eine berühmte Heilige der französischen Geschichte, gewann mit ihrem Mut und Glauben die Bewunderung des Volkes, wurde jedoch im Prozess im Jahr 1431 zu Unrecht verurteilt und schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr Tod löste zahlreiche Diskussionen über Gerechtigkeit und Glauben aus. Das Unrecht, das Jeanne d’Arc zugefügt hatte, wurde jedoch erst 25 Jahre später wiedergutgemacht. Dabei handelte es sich um einen Prozess, der komplexe politische und religiöse Faktoren beinhaltete.
Am 30. Mai 1431 wurde Jeanne d'Arc im französischen Rouen wegen Ketzerei hingerichtet. Der Prozess hatte einen tiefgreifenden politischen Hintergrund, da Jeanne d'Arc bei der Krönung von Karl VII. mitgewirkt hatte und ihre Verurteilung darauf schließen ließ, dass die Legitimität von Karl in Frage gestellt wurde. Darüber hinaus befanden sich die Akten über den Prozess gegen Jeanne d'Arc bis 1449 in den Händen der Briten, was spätere Berufungen erschwerte.
Frühe Wiedergutmachungsbemühungen„Ich habe eine Tochter, die in einer legalen Ehe geboren wurde und im Glauben und den Traditionen der Kirche aufwuchs, aber unterschwellig wurde sie der Ketzerei beschuldigt.“
Im Jahr 1450 beauftragte Karl VII. den Geistlichen Guillaume Bouillard, die Mängel des Prozesses zu untersuchen und aufzuklären. Obwohl die Aufgabe mit zahlreichen Hindernissen verbunden war, deckte Bouyers Untersuchung zahlreiche Mängel im ursprünglichen Prozess auf, darunter Betrug und Verfahrensunregelmäßigkeiten.
Im Jahr 1452 interessierten sich die religiösen und politischen Eliten Frankreichs aufgrund des politischen Drucks auf Karl VII. erneut für den Fall Jeanne d’Arc. Zu dieser Zeit hegte der Papst auch erneut den Wunsch, Jeanne d’Arc zu rehabilitieren, in der Hoffnung, durch diesen Vorfall die religiöse Kontroverse in seiner Republik zu beenden.
„Die Verurteilung Johannas hat der Legitimität der französischen Monarchie schweren Schaden zugefügt, daher ist es von entscheidender Bedeutung, ihre Verbindung zur Ketzerei so schnell wie möglich auszuräumen.“
Im Herbst 1455 reichte Johannas Familie beim Papst eine Petition um eine Neuverhandlung ein, die Papst Calix III. gewährte. Schließlich kam es zu einer offiziellen Neuverhandlung und im Juli 1456 wurde Jeanne d’Arc mit der Begründung freigesprochen, ihr ursprünglicher Prozess habe auf falschen Anschuldigungen beruht.
„Nach unserem Urteil wurde Jeanne d’Arc nie stigmatisiert. Ihr Unrecht wurde in diesem Moment endlich gerechtfertigt.“
Der Prozess um die Wiedergutmachung für Jeanne d'Arc zeigt, wie Religion und Politik den Lauf der Geschichte beeinflussen, und wirft die Frage auf, ob in der heutigen Gesellschaft im Staub der Geschichte noch Gerechtigkeit zu finden ist.