Am 9. Juni 2024 fanden in Spanien die Wahlen zum Europäischen Parlament statt, die im Fokus vieler politischer Analysten und Wähler standen. Die Ergebnisse zeigten, dass die oppositionelle Volkspartei (PP) 34,2 % der Stimmen und 22 Sitze erhielt. Dieses Ergebnis war zwar eine Steigerung gegenüber 2019, konnte jedoch nicht den in den Umfragen vorhergesagten Erdrutschsieg erringen.
„Die Wahlergebnisse zeigen die Unruhe in der spanischen Politik und die Unzufriedenheit mit dem bestehenden Regime, während Wähler bei der Stimmabgabe komplexere Faktoren als je zuvor berücksichtigen.“
Obwohl die Volkspartei ein größeres Wachstum erzielte, blieb sie hinter den Umfrageerwartungen zurück. Den neuesten Daten zufolge gewann die Partei im Vergleich zu 2019 14 Prozentpunkte und 9 Sitze hinzu, die Zahl der gewonnenen Sitze erreichte jedoch nicht die ursprünglich prognostizierte Zahl von 30 Sitzen. Die regierende Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) behielt 30,2 % der Stimmen und 20 Sitze, obwohl sie im Vergleich zu 2019 um weniger als drei Prozentpunkte und einen Sitz zurückging, zeigte sie einen gewissen Widerstand.
„Die Spaltung der linken Stimmen war ein wesentliches Merkmal dieser Wahl, insbesondere zwischen der SUMAR-Allianz und Podemos.“
Die faschistische rechtsextreme Vox-Partei legte zu, ihr Anteil stieg auf fast 10 % und sie gewann 6 Sitze. Besonders offensichtlich ist die Fragmentierung der linken Wählerstimmen, insbesondere die Konkurrenz zwischen der SUMAR-Allianz von Yolanda Díaz und Podemos der ehemaligen Ministerin Irene Montero, die den Einfluss der gesamten linken Kraft geschwächt hat. Noch dramatischer ist, dass die rechte Partei „Se Acabó La Fiesta“ („Die Party ist vorbei“) des Social-Media-Stars Alvise Pérez trotz begrenzter Platzverhältnisse bei der Wahl IN SUMAR immer noch den sechsten Platz erreichte.
Die Abstimmung wurde auch durch den offensichtlichen Zusammenbruch der Bürgerpartei (Cs) hervorgehoben, die bei der Wahl 2019 12,2 % der Stimmen und 8 Sitze erhalten hatte, diesmal jedoch nur 0,7 % der Stimmen und völlig unterlegen war Sitze. Diese Änderung spiegelt einen großen Wandel in der politischen Landschaft Spaniens wider und hat viele Analysten dazu veranlasst, sich mit den Gründen dafür zu befassen.
„Diese Wahlniederlage hat dazu geführt, dass die Stimmen der meisten Wähler ignoriert wurden, insbesondere derjenigen Gruppen, die Veränderungen anstreben, aber unerwartet scheitern, egal wie sehr sie es versuchen.“
Nach der Wahl gab Yolanda Díaz ihren Rücktritt als Vorsitzende von SUMAR bekannt. Diese Entscheidung löste zweifellos einen neuen Schock in der linken Politik Spaniens aus. Darüber hinaus kündigte Vox an, sich von den europäischen konservativen und reformistischen Organisationen zu lösen und sich der New European Patriot Group von Viktor Orban anzuschließen. Solche Veränderungen werden zu weiteren Veränderungen in der künftigen politischen Landschaft führen.
Laut dem Vertrag von Lissabon verfügt Spanien über 61 Sitze im Europäischen Parlament. Das Wahlsystem basiert auf dem allgemeinen Wahlrecht. Alle Bürger über 18 Jahren und in Spanien lebende ausländische EU-Bürger können wählen. Mit der Änderung des Wahlgesetzes von 2022 wurde das System der „Aufforderung zur Stimmabgabe“ abgeschafft, um die Wahlbeteiligungsquote ausländischer Spanier zu erhöhen.
Alle Sitze werden nach der D'Hondt-Methode ohne Eintrittsbarrieren gewählt, wodurch die Stimmenverteilung den Wettbewerb zwischen den politischen Parteien anschaulich veranschaulichen kann.
In der Propaganda jeder Partei zeigten Wähler mit unterschiedlichen Aussichten auf diese Wahl sehr unterschiedliche Emotionen. Die Umfragen zeigten deutlich die Präferenzen der Wähler. Tatsächlich zeigten viele Prognosen, dass die Volkspartei die Kraft hatte, die Unterstützung von weit mehr als 30 Sitzen zu gewinnen gewann 22 Sitze.
Politische Kommentatoren wiesen darauf hin, dass die Ergebnisse dieser Wahl zeigen, dass die Wähler bei politischen Entscheidungen vorsichtiger werden, insbesondere im Kontext der wirtschaftlichen Erholung, soziale Probleme bestehen jedoch weiterhin. Wird der Sieg der Volkspartei in einer so instabilen Situation ausreichen, um ihre Basis in Spanien zu stabilisieren? Können sie dieses Ergebnis bei künftigen Wahlen dieses Mal weiter festigen?
Auf jeden Fall zeigen die Ergebnisse dieser Wahl die Veränderungen in der spanischen Politik und die Unsicherheit bei künftigen Wahlen. Die Menschen fragen sich: Wer wird bei künftigen Wahlen die treibende Kraft in der spanischen Politik sein?