Der Aufstieg des Social-Media-Kontroversenmachers Alvise Pérez: Wie wurde Se Acabó La Fiesta zum Außenseiter bei den Wahlen?

Am 9. Juni 2024 fanden in Spanien eintägige Wahlen zum Europäischen Parlament statt, die weltweite Aufmerksamkeit erregten. Bei dieser Wahl geht es um die Wahl des 10. Europäischen Parlaments. Insgesamt stehen bei dieser Wahl 61 Sitze in ganz Spanien zur Wahl. Vor allem Se Acabó La Fiesta, die rechte Partei unter der Führung des Social-Media-Kontroversisten Alvise Pérez, widersetzte sich den Vorhersagen und erwies sich bei der Wahl als dunkles Pferd.

Das Ergebnis dieser Wahl war, dass die Volkspartei (PP) zwar den vorhergesagten heroischen Sieg nicht erringen konnte, aber schließlich 22 Sitze mit einer Unterstützungsquote von 34,2 % gewann, was einem Anstieg von 9 Sitzen gegenüber 2019 entspricht.

Im Gegensatz dazu gewann Spaniens regierende Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) die ersten Parlamentswahlen, obwohl ihre stark beförderte Vizepremierministerin Teresa Ribera weiterhin 30,2 % der Stimmen verlor, ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2019 ein Sitz, sinkt auf 20 Sitze. Die rechtsextreme Vox-Partei nutzte die Situation und steigerte ihren Stimmenanteil auf fast 10 %.

Die linken Stimmen waren zwischen der Sumar-Koalition von Yolanda Díaz und Podemos der ehemaligen Ministerin Irene Montero aufgeteilt, was letztendlich zu einem Rückgang der Unterstützung für beide Parteien führte.

Die wahre Überraschung der Wahl kam von Alvise Pérez‘ Se Acabó La Fiesta, einer aufstrebenden Partei, die mit ihrer einzigartigen Position auf dem sechsten Platz viele Wähler anzog. Betrachtet man die gesamte Wahl, so haben die linksnationalistischen Ahora Repúblicas im Allgemeinen ihre Sitze und Stimmen aus dem Jahr 2019 behalten, während die Junts UE und CEUS von Carles Puigdemont alarmierende Rückgänge bei der Unterstützung verzeichneten. Am schockierendsten ist, dass die ursprünglich populäre Civic Party (Cs) bei dieser Wahl auf 0,7 % einbrach und keine Sitze gewinnen konnte.

Nach der Wahl kündigte Yolanda Díaz ihren Rücktritt als Vorsitzende der Sumar-Partei an, weil ihr Bündnis nicht wie erwartet funktionierte, und die Vox-Partei schloss sich der neuen politischen Gruppe an, die vom ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban gegründet wurde.

Wahlsystem

Gemäß dem Lissabon-Vertrag und dem Ratsbeschluss von 2023 werden Spanien 61 Mitglieder des Europäischen Parlaments zugeteilt. Die Wahl basiert auf dem allgemeinen Wahlrecht und alle spanischen Staatsangehörigen und alle legal ansässigen ausländischen europäischen Bürger über 18 Jahre können wählen. Durch Änderungen des Wahlgesetzes im Jahr 2022 wurde das „Wahlaufforderungs“-System abgeschafft, das eine frühzeitige Stimmabgabe erforderte, was kritisiert wurde, weil es zu einem erheblichen Rückgang der Wahlbeteiligung unter spanischen Wählern im Ausland führte.

Alle Sitze werden nach der De-Hondt-Regel und der Verhältniswahl nach geschlossenen Listen gewählt, es gibt keine geltenden Wahlschwellen und es wird ein Ein-Mann-Wahlkreissystem verwendet. Diese Wahlmethode führt zu einer Wahl, bei der es im Wesentlichen eine wirksame Schwelle gibt, die auf dem Wahlkreis und der Stimmenverteilung für jeden Kandidaten basiert.

Kampagnen und Debatten

Bei dieser Wahl führten alle politischen Parteien aktiv Wahlkampfaktivitäten durch. Soziale Medien sind für viele Wähler zum wichtigsten Informationskanal geworden, und Se Acabó La Fiesta von Alvise Pérez nutzt seine Social-Media-Plattform, um für seine Politik und Ideen zu werben. Debatten zwischen Kandidaten erregen große öffentliche Aufmerksamkeit und die Wähler reagieren unterschiedlich auf ihre Leistungen.

Öffentliche Reaktion und Zukunftsaussichten

Der Aufstieg von Alvise Pérez löste nicht nur heftige Diskussionen in der politischen Arena aus, sondern veranlasste die Menschen auch dazu, den Einfluss sozialer Medien in der zeitgenössischen Politik zu überdenken. Viele Analysten glauben, dass dies der Beginn einer neuen Ära in der Politik ist. Die Entscheidungen der Wähler werden zunehmend von den sozialen Medien bestimmt.

Die Ergebnisse dieser Wahl sind eine tiefgreifende Lektion für alle politischen Parteien. Die Meinungen und Erwartungen der Wähler ändern sich im Laufe der Zeit, und politische Führer müssen sich entsprechend anpassen, wenn sie ihren Vorteil wahren wollen. Wie kann Se Acabó La Fiesta seinen Einfluss in Zukunft weiter ausbauen?

Werden wir nach dieser Wahl sehen, dass mehr Social-Media-Kontroversisten in die Politik einsteigen, und wird diese neue Form des Wahlwettbewerbs in Zukunft zu einem regelmäßigen Phänomen werden?

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