Beim Ertrinken handelt es sich um einen Zustand, bei dem Wasser Mund und Nase bedeckt und zum Ersticken führt. Jedes Jahr sterben weltweit zahllose Menschen daran. Solche Unfälle passieren oft in Situationen, in denen sie nicht leicht bemerkt werden, insbesondere in kalten Gewässern, wo die Gefahr des Ertrinkens deutlich steigt. Die Ursachen für das Ertrinken in kaltem Wasser sind vielfältig und reichen von mangelnden Schwimmkenntnissen bis hin zu Umweltfaktoren. Oft unterschätzen wir die Gefahren.
Ertrinken ist die häufigste Ursache für Erstickung. Besonders in kaltem Wasser verkürzt die natürliche Reaktion des Körpers die Überlebenszeit erheblich.
Ertrinken in kaltem Wasser wird normalerweise durch mehrere physiologische Reaktionen des Körpers verursacht. Wenn der menschliche Körper plötzlich in kaltes Wasser eintaucht, kommt es zu einer Reihe physiologischer Reaktionen, die als „Tauchreflex“ bezeichnet werden. Dieser Reflex führt zu einem Abfall der Herzfrequenz, einer Umverteilung des Blutflusses zu lebenswichtigen inneren Organen und einer Verengung der Muskelgefäße, was das Überleben unter Wasser verlängern, aber auch eine Reihe von Gefahrensignalen auslösen kann.
Bereits nach wenigen Minuten in kaltem Wasser kann eine Unterkühlung die Herz- und Lungenfunktion beeinträchtigen und möglicherweise zu Bewusstlosigkeit oder Herzstillstand führen. In diesem Fall kann Wasser in die Atemwege gelangen und zum Ersticken oder im weiteren Verlauf zu einem Lungenödem führen. Es ist anzumerken, dass selbst in sehr kaltem Wasser der Tauchreflex diese Reaktionen vorübergehend verzögern kann, die Panik beim Eintauchen in kaltes Wasser jedoch dazu führt, dass die Betroffenen instinktiv Wasser einatmen, was den Erstickungsprozess weiter beschleunigt.
Der Tod in kaltem Wasser wird nicht einfach durch einen Abfall der Körperkerntemperatur verursacht, sondern durch die physiologischen Reaktionen, die kaltes Wasser auslöst.
Ertrinkungsunfälle kommen in Süßwasserumgebungen häufig vor, während Ertrinken in Salzwasser oder anderen Flüssigkeiten relativ selten ist. Sogar in der gleichen Ertrinkungssituation haben Süßwasser und Salzwasser unterschiedliche Auswirkungen auf die Lunge. Das Einatmen von Süßwasser verdünnt das Surfactant in der Lunge und verursacht ein Lungenödem, während Salzwasser normalerweise eine Dehydratationsreaktion verursacht, da ein Überschuss an Salz dazu führt, dass mehr Flüssigkeit vom Plasma in die Alveolen gelangt.
Es gibt viele Faktoren, die das Ertrinkungsrisiko erhöhen. Beispielsweise ertrinken Jugendliche und ältere Menschen relativ häufig, egal ob in Schwimmbädern oder natürlichen Gewässern. Auch der Konsum von Alkohol und Drogen erhöht das Risiko des Ertrinkens, insbesondere auf Partys oder in geselligem Rahmen. Bei Erwachsenen hingegen steigt das Risiko, aufgrund von Epilepsie oder anderen Anfallsleiden zu ertrinken, mit zunehmendem Alter.
Ertrinken ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern, wobei das Risiko bei bestimmten ethnischen Gruppen besonders hoch ist.
Um das Risiko des Ertrinkens zu verringern, sollten Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen Schwimmunterricht nehmen und sich der potenziellen Gefahren im Wasser bewusst sein. Bei Wasseraktivitäten, insbesondere für Kinder, ist die elterliche Aufsicht nicht zu vernachlässigen. Darüber hinaus können gezielte Maßnahmen wie die Installation von Poolzäunen oder die Verwendung persönlicher Schwimmhilfen die Unfallgefahr wirksam verringern.
Nach einem Ertrinken kann schnelle Erste Hilfe Leben retten. Wenn festgestellt wird, dass das Ertrinkende nicht atmet, ist das sofortige Öffnen der Atemwege und die Durchführung einer künstlichen Beatmung der erste wichtige Schritt. Wenn es zu einem Herzstillstand gekommen ist und die Person weniger als eine Stunde unter Wasser war, kann eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR) durchgeführt werden, um zu versuchen, die Herzfunktion wiederherzustellen.
Ertrinken in kaltem Wasser geschieht oft in komplexen Situationen und die Reaktionen der Betroffenen können extremer sein, wenn ihnen kalt ist. Durch die Einwirkung von kaltem Wasser verliert der Körper seine normale Reaktionsfähigkeit. Insbesondere bei der ersten starken Schreckreaktion kann die betroffene Person möglicherweise nicht ruhig bleiben, wodurch die Situation noch gefährlicher wird.
Das Risiko des Ertrinkens in kaltem Wasser sollte niemals unterschätzt werden, da die plötzlichen Auswirkungen auf physiologische Funktionen innerhalb von Minuten tödlich sein können.
Ertrinkungsunfälle sind nicht nur ein physiologisches Phänomen, sondern auch ein Problem, das gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfordert. Wie können wir das Sicherheitsbewusstsein an öffentlichen Gewässern erhöhen, um den Verlust zahlloser Menschenleben zu verhindern?