Warum wurden Knochenmarkspenden früher unbezahlt gemacht? Kann die rechtliche Kontroverse dahinter die Zukunft verändern?

In den Vereinigten Staaten ist die Frage der Knochenmarksspende ein langjähriges Thema, das viele Aspekte wie Recht, Ethik und öffentliche Gesundheit berührt. Bereits 1984 verabschiedete der US-Kongress den National Organ Transplant Act (NOTA), um einen umfassenden Rahmen für Organtransplantationen zu schaffen. Der Gesetzentwurf verbietet jedoch die finanzielle Entschädigung von Organspendern, auch von Nicht-Organspenden wie etwa Knochenmarksspenden, was zu zahlreichen rechtlichen und ethischen Kontroversen geführt hat.

Rechtlicher Hintergrund

Bevor NOTA gegründet wurde, gab es in den Vereinigten Staaten keine klare Definition des Eigentums an menschlichen Überresten. Damals hatten die Angehörigen zwar das Recht, über die Bestattung oder Entsorgung des Leichnams zu entscheiden, nicht aber das Recht, die Organe zu übergeben oder zu verkaufen. Angesichts des sich verschärfenden Problems des Organmangels versuchen einige Kriminelle nun, den Organhandel zu kommerzialisieren. So schlug beispielsweise ein Geschäftsmann namens H. Barry Jacobs einmal den Plan vor, menschliche Organe mit Geld zu kaufen, und nannte dabei sogar den Preis für eine gesunde Niere, womit er einen Nerv in der Gesellschaft traf.

„NOTA verbietet ausdrücklich die Verwendung menschlicher Organe im Rahmen von Geldtransaktionen, womit die Verschlechterung der damaligen Marktwirtschaft verhindert werden sollte.“

Das Dilemma der Knochenmarkspende

Obwohl Knochenmarksspenden rechtlich nicht als Organe gelten, fallen sie laut NOTA unter die Bestimmungen, die eine Entschädigung verbieten. Damals war die Knochenmarksspende ein riskantes Verfahren und die damit verbundenen Schmerzen und Beschwerden schreckten viele potenzielle Spender ab. Mit der Entwicklung der Apherese in den letzten Jahren konnten Knochenmarkszellen erfolgreich durch nicht-chirurgische Methoden gewonnen werden und die Sicherheit des Spendeprozesses konnte erheblich verbessert werden.

Rechtliche Herausforderungen und Änderungen

Im Jahr 2009 reichte die auf öffentliche Belange spezialisierte Anwaltskanzlei Institute for Justice eine Klage gegen die Entschädigung von Knochenmarkspenden ein. Sie argumentierte, dass Spender angesichts der Entwicklung neuer Technologien die Möglichkeit haben sollten, eine angemessene Entschädigung zu erhalten. Sie argumentieren, dass die Gewährung einer Entschädigung dazu beitragen würde, den Pool verfügbarer Spender zu vergrößern, während jedes Jahr etwa 3.000 Amerikaner sterben, während sie auf einen passenden Knochenmarkspender warten.

„Wenn Spender für ihre Beiträge angemessen belohnt werden können, wird die Gesamtzahl der Spender erheblich steigen und letztlich mehr Leben retten.“

Einwände und Bedenken

Während es Befürworter gibt, die auf die Umsetzung des Entschädigungssystems drängen, gibt es auch viele Kritiker. Sie befürchten, dass das System zu einem Rückgang der Spenden, potenziellen Krankheitsrisiken und einer Ausbeutung der Armen führen könnte. Einige haben diese Praxis sogar mit moderner Sklaverei verglichen.

Künftiger Rechtsrahmen

Im Dezember 2011 entschied der Neunte Gerichtsbezirk einstimmig, dass Knochenmarkspender, die Plasmapheresespenden erhalten hatten, Anspruch auf eine Entschädigung hätten. In der Folgezeit schlug die Bundesregierung im Jahr 2013 eine Gesetzesänderung vor, mit der die gesetzliche Definition des Knochenmarks geändert werden sollte, um das Entschädigungsverbot aufrechtzuerhalten. Der Vorschlag wurde jedoch letztlich nicht umgesetzt.

Abschluss

Angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Bereichs der Organtransplantation sind rechtliche Anpassungen und technologische Neuerungen nach wie vor im Gange. Wie die Rechte der Spender, die Bedürfnisse der Patienten und die ethischen Aspekte der Gesellschaft in Einklang gebracht werden können, wird eine wichtige Frage sein, die in Zukunft berücksichtigt werden muss. Kann sich die Gesetzgebung hinsichtlich der Entschädigung für Knochenmarkspenden mit dem technischen Fortschritt ändern?

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