Kathrin Fahlenbrach
Purdue University
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Publication
Featured researches published by Kathrin Fahlenbrach.
Archive | 2009
Kathrin Fahlenbrach
Soziale Bewegungen, Protestbewegungen, Jugendbewegungen — sie alle haben die ‚Strase als kulturellen Aktionsraum’ in unseren westlichen Gesellschaften entscheidend gepragt. Sie nutzen die Strase sowohl als Ort der performativen Vergewisserung geteilter Werte, Ziele und Weltansichten sowie als Ort der politischen und kulturellen Einflussnahme. Angefangen bei traditionellen Demonstrationen und Aufmarschen bis hin zu Happenings, Sit-Ins und anderen aktionistischen Formen des Strasenprotestes — zwischen den Polen tradierter Protestrituale und performativem Auser-Kraft-Setzen der offentlichen Ordnung wird der Strasenraum zur interaktiven Aneignung und Reprasentation kollektiver Identitaten genutzt. Soziale Bewegungen formieren sich auf der Strase zu symbolischen Kollektivkorpern, die den offentlichen Raum temporar expressiv besetzen. Dabei wird der Strasenraum gerade fur Jugendbewegungen auch ein Ort des Austestens und provokativen Darstellens neuer sozialer Rollen und Identitaten.
Archive | 2010
Kathrin Fahlenbrach
Die Handlungsfahigkeit und Macht politischer Akteure und Verbande ist in demokratischen Gesellschaften untrennbar mit der Mobilisierung von Offentlichkeit verbunden. Von Graswurzelbewegungen uber Burgerinitiativen, Bewegungsorganisationen, bis hin zu Gewerkschaften und Parteien – fur sie alle ist in westlichen Mediengesellschaften offentliche Meinung ein wesentlicher Indikator ihres politischen Einflusses und Erfolges. Offentliche Meinung kann Entscheidungstrager unter Handlungsdruck setzen oder sie legitimieren. Damit wird sie zur politischen Ressource sowohl fur schwach als auch fur stark organisierte Gruppierungen. Ein zentrales Ziel ihrer politischen Kommunikation ist daher die erfolgreiche Mobilisierung von Aufmerksamkeit, Sympathien und aktiver Unterstutzung offentlicher Meinungstrager, vor allem in den Massenmedien.
Fahlenbrach, Kathrin; Klimke, Martin; Scharloth, Joachim (2008). Anti-Ritual, Medieninszenierung und Transnationalität: kulturwissenschaftliche Aspekte von '68'. Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, 21(3):106-117. | 2008
Kathrin Fahlenbrach; Martin Klimke; Joachim Scharloth
Historische Bedeutung und Folgen von ‚68‘ lassen sich jenseits der Berucksichtigung kultureller Formen und Praktiken nicht erschliesen. Der Beitrag demonstriert daher in drei Fallstudien die Leistungsfahigkeit eines kulturwissenschaftlichen Ansatzes. Erstens lasst sich ‚68‘ als genuin ritualkritische Bewegung interpretieren. Der Protest operierte mit Ritualstorungen und der Entwicklung von ‚Anti-Ritualen‘ (Umfunktionieren von Vorlesungen, Storungen von Staatsbesuchen, Verfahren der Vollversammlung und der offentlichen Diskussion) und bahnte damit einen kulturellen Wandel an. Wichtige Voraussetzungen der Erzeugung kultureller Resonanzen waren dabei – zweitens – Medieninszenierungen im Kontext einer medienhistorischen Schwellensituation. Mit der Durchsetzung des Fernsehens als Leitmedium stellte sich die mediale Kommunikation auf Prinzipien der Visualitat und die Ausrichtung am Spektakularen um und bot selbst angesichts manifester Abgrenzungen dem Protest einen dankbaren Resonanzboden (Ikonisierung des Nacktfotos der Kommunarden, Dutschke-Interview im TV). Die Verwebung instrumenteller und expressiver Protestkommunikation verweist dabei – drittens – auch auf transnationale Dimensionen. Im Rahmen transnationaler Austauschprozesse entwickelte sich die ‚globale Zirkulation eines revoltierenden Lebensstils‘. Die US-amerikanische Friedens- und Burgerrechtsbewegung (Peace- Zeichen, Sit-Ins), aber auch nationale Befreiungsbewegungen der Dritten Welt (Che Guevara-, Ho Chi Minh-Portraits) fungierten dabei als symbolisches Reservoir. Die so entstandene internationale Protestidentitat stellt ein wesentliches Charakteristikum der 68er-Bewegung dar. Als Langzeitfolge bleibt jenseits einer mythisierten Avantgarderolle der 68er die erhebliche Erweiterung des soziokulturellen Spektrums der Bundesrepublik festzuhalten.
Archive | 2010
Kathrin Fahlenbrach
In der Geschichte der Bildmedien nehmen Ikonen durchgangig eine hervorgehobene Rolle ein. Ist der Begriff ursprunglich gebunden an den religiosen Bildkult des Christentums, so erfahrt er mit der Konjunktur der Bilder im Zeitalter der Massenmedien eine neue Relevanz. Wahrend Walter Benjamin den Siegeszug der Fotografie und des Films begleitet sah durch den ‚Verlust der Aura‘, lasst sich bereits zu Beginn massenmedialer Bildkultur eine paradoxe Wiederentdeckung des Ikonischen beobachten.
Projections | 2008
Kathrin Fahlenbrach
Archive | 2012
Kathrin Fahlenbrach; Martin Klimke; Joachim Scharloth; Laura Wong
Zeitschrift Für Medienpsychologie | 2006
Kathrin Fahlenbrach
Clcweb-comparative Literature and Culture | 2005
Kathrin Fahlenbrach
Siegener Periodicum zur internationalen empirischen Literaturwissenschaft | 2003
Kathrin Fahlenbrach
Siegener Periodicum zur internationalen empirischen Literaturwissenschaft | 2003
Kathrin Fahlenbrach