Nicole Zillien
University of Trier
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Publication
Featured researches published by Nicole Zillien.
Archive | 2005
Thomas Lenz; Nicole Zillien
Diskurse zur Einfuhrung neuer Medien — angefangen bei der Schrift bis hin zu multimedialen Internetangeboten — thematisieren immer auch die Auswirkungen der Medien-nutzung auf die Teilhabe Aller an Information und Wissen. Wenn Zugangsmoglichkeiten zu allgemein verfugbaren und wertvollen Gutern in langfristig wirksamer Form eingeschrankt sind und dadurch Lebenschancen beeintrachtigt werden, spricht man von „sozialer Ungleichheit“. Studien im Forschungsfeld der Wissenskluft und der „digitalen Spaltung“sind in diesem Zusammenhang e-benso von Interesse wie die medienbezogene Lebensstil- und Milieuforschung. Auch wenn Medien sowohl verstarkend als auch abschwachend auf soziale Ungleichheiten wirken konnen, ist fur die „Informations- und Wissensgesellschaft“— in der vor dem Hintergrund einer materiellen Grundsicherung weiter Bevolkerungsteile Wissen zunehmend als Stratifizierungsinstrument wirkt -festzuhalten, dass schichtspezifischer Medienzugang und die Art der Nutzung verschiedener Medienangebote an Bedeutung gewinnen.
Archive | 2008
Nicole Zillien; Thomas Lenz
In dem 1774 erschienenen Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ schildert Goethe die Verzweiflung eines unglucklich verliebten jungen Mannes, der aus seiner glucklosen Liebe keinen anderen Ausweg mehr weis, als sich selbst zu toten. Das zur Zeit seiner Veroffentlichung umstrittene Werk Goethes fand schnell eine grose Anhangerschaft: Vor allem junge Intellektuelle verfielen dem so genannten Wertherfieber, welches beispielsweise in einer an die Kleidung der Hauptfigur angelehnten Mode — gestiefelt, blauer Frack und gelbe Weste — Ausdruck fand. Zudem fuhrte der fiktionale Selbstmord Werthers zu einer ganzen Reihe realer Nachahmungstaten (vgl. Ziegler/Hergerl 2002: 41). Da „itzo die Exempel des Selbst-mordes frequenter werden“ (zitiert nach Eibl/Jannidis/Willems 1998) beschloss der Leipziger Stadtrat 1775 kurzerhand, den Verkauf der Schrift zu verbieten. Ein Verbot, das den Erfolg des „Werther“ nicht verhindern konnte.
Archive | 2008
Nicole Zillien; Thomas Lenz
Die Verfugbarkeit wissensbasierter Handlungsressourcen wirkt sich nicht nur im Arbeitsleben positiv aus — ganz allgemein ist das Leben in der Wissensgesellschaft dadurch gekennzeichnet, dass Information und Wissen zu entscheidenden Ressourcen werden. Dies lasst sich, so Stehr, insbesondere fur den Bereich der Gesundheit zeigen: „[T]hat benefits or disadvantages associated with one’s ability to mobilize the resource knowledge are not strictly confined to the productive deployment of scientific knowledge can be shown most convincingly, I believe, in the area of health. Knowledge commands health“ (Stehr 2003: 14).
Archive | 2018
Nicole Zillien; Gerrit Fröhlich
Der vorliegende Beitrag interpretiert das Phanomen der digitalen Selbstvermessung in erster Linie als Signum einer verwissenschaftlichten Gesellschaft. Unsere Analyse von 22 Leitfadeninterviews mit ambitionierten Selbstvermessern zeigt, dass der Prozess der Quantifizierung, die Objektivierung des Korpers sowie die Expertisierung von Laien zentrale Aspekte der digitalen Selbstvermessung darstellen. Wir verstehen die digitale Selbstvermessung somit als eine Form der Verwissenschaftlichung von Korper und Alltag, welche wir abschliesend mit dem Konzept der „reflexiven Selbstverwissenschaftlichung“ weiter ausbuchstabieren und in einen breiteren soziologischen Diskurs einordnen.
Archive | 2017
Nicole Zillien
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, so beschreibt es zeitgenossisch der polnische Mikrobiologe und Erkenntnistheoretiker Ludwik Fleck (1896–1961), zeichnet sich die moderne (Natur-)Wissenschaft durch eine technische und formelhafte Sprache sowie eine »spezifische Verehrung der Zahl« (Fleck 1935a, S. 189) aus. Korrespondierend dazu, so Fleck (1947, S. 165) in einer spateren Arbeit, beherrschten Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung die Wissenschaftsdisziplinen von Physik bis Soziologie.
Soziologische Revue | 2009
Michael Jäckel; Nicole Zillien
ANDREA BAUKROWITZ / THOMAS BERKER / ANDREAS BOES / SABINE PFEIFFER / RUDI SCHMEDE / MASCHA WILL (Hrsg.), Informatisierung der Arbeit Gesellschaft im Umbruch. Berlin: Edition Sigma 2006,514 S., br., 29,80 € ANNEGRET BOLTE / JUDITH NEUMER / STEPHANIE PORSCHEN, Die alltägliche Last der Kooperation. Abstimmung als Arbeit und das Ende der MeetingEuphorie. Berlin: Edition Sigma 2008,150 S., br., 14,90 € ANDREAS DRINKUTH, Die Subjekte der Subjektivierung. Handlungslogiken bei entgrenzter Arbeit und ihre lokale Ordnung. Berlin: Edition Sigma 2007, 205 S., br., 15,90 € URSULA HOLTGREWE, Flexible Menschen in flexiblen Organisationen. Berlin: Edition Sigma 2006,317 S., br., 19,90 € INGO MATUSCHEK / KATRIN ARNOLD / G . GÜNTER VOSS, Subjektivierte Taylorisierung. Organisation und Praxis medienvermittelter Dienstleistungsarbeit. München und Mering: Rainer Hampp Verlag 2007,355 S., br., 29,80 € SABINE PFEIFFER, Montage und Erfahrung. Warum Ganzheitliche Produktionssysteme menschliches Arbeitsvermögen brauchen. München und Mering: Rainer Hampp Verlag 2007,264 S., b r , 27,80 € MARC SZYDLIK (Hrsg.), Flexibilisierung: Folgen für Arbeit und Familie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2007, 333 S, b r , 29,90 €
Archive | 2009
Nicole Zillien
Die empirischen Analysen haben ergeben, dass hinsichtlich der Art des technologischen Internetzugangs, der digitalen Kompetenzen und der Gratifikationen der Internetnutzung signifikante Statusunterschiede zu Gunsten statushoher Gruppierungen bestehen. Selbst dann, wenn Statusunterschiede hinsichtlich der Art des technologischen Zugangs und der digitalen Kompetenzen konstant gehalten werden, sind es die wirtschaftlich und gesellschaftlich besser Positionierten, die in einem hoheren Mase von der Verfugbarkeit des Internets profitieren.
Archive | 2005
Nicole Zillien
Um 1900 entwickelte die „Allgemeine Elektricitats-Gesellschaft“ (AEG) den ersten Haartrockner und gab der Erfindung den Namen Fon. „Fon“ ist in Anlehnung an den als Fohn bezeichneten trockenen Fallwind das eingetragene Warenzeichen fur eine „elektrische Heisluftdusche“ (Auberle/Klosa 2001: 229). Genau wie bei Uhu, Edding, Tesafilm, Labello, Tempo, Pampers oder Maggi hat sich der Produktname „Fon“ in der Alltagssprache als Gattungsbegriff durchgesetzt. Dieser in der Sprachwissenschaft als Deonymisierung bezeichnete Vorgang, der auf die Marktfuhrerschaft eines Produktes hinweist, hat auch im Bereich der Prasentationstechnologien stattgefunden: Computergestutzte Folienvortrage — auch wenn sie mit den Programmen Keynote, Impress oder MagicPoint erstellt wurden — werden ublicherweise als Power-Point-Prasentation bezeichnet. Ebenso schnell wie sich der Produktname PowerPoint als Gattungsbegriff durchgesetzt hat, hat auch die Diffusion des Programms in alle Lebensbereiche stattgefunden. Nach Schatzungen des Herstellers Microsoft werden taglich wenigstens 30 Millionen PowerPoint-Prasentationen durchgefuhrt (Parker 2001).
Social Science Quarterly | 2009
Nicole Zillien; Eszter Hargittai
Sociologia Internationalis | 2008
Nicole Zillien